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Ökomarkt – Schule und Landwirtschaft

 

1. Projektbeschreibung

 

„Wie leben Schweine artgerecht?“, „Woher kommen die Pommes frites?“ und „Was brauchen Hühner, um sich glücklich zu fühlen?“ – Das Projekt „Schule und Landwirtschaft“ des Ökomarkt e.V. geht diesen Fragen nach und veranschaulicht Kindern und Jugendlichen die Entstehung der Lebensmittel, die sie tagtäglich zu sich nehmen. Auf ökologischen Höfen sowie an Verarbeitungs- und Vermarktungsorten ökologischer Produkte in Hamburg und Umgebung kann die gesamte Wertschöpfungskette von Bio-Produkten erfahren werden. Die Grundlagen nachhaltiger Lebensmittelerzeugung, das eigene Konsumverhalten und eine gesunde Ernährung stehen im Mittelpunkt der Veranstaltungen.

 

Früh übt sich ...

Ziel des Projektes ist es, die heranwachsende Generation frühzeitig an den ökologischen Landbau und seine Produkte heranzuführen. Kinder und Jugendliche sollen die Vorteile des Ökolandbaus in eigener Anschauung kennen lernen, damit sie als Konsumenten von morgen anhand bewusster Konsumentscheidungen diese Form der Landbewirtschaftung unterstützen. Durch intensive Informationsarbeit werden die Zusammenhänge zwischen dem persönlichen Kaufverhalten, den lokalen und globalen Handelsstrukturen und den Produktionsformen in der Landwirtschaft verdeutlicht.

 

Mit Kopf, Herz und Hand

Bei den erlebnispädagogischen Angeboten liegt ein zentraler Schwerpunkt auf dem Thema „Artgerechte Tierhaltung“. Kindergärten und Schulklassen mit Teilnehmenden von 3 bis 25 Jahren erkunden die Lebensbedingungen von Rindern, Schweinen, Hühnern, Gänsen und Schafen auf ökologisch wirtschaftenden Höfen. Tierhaltung und der Kontakt mit den landwirtschaftlichen Tieren spielen eine zentrale Rolle dabei, den Kindern und Jugendlichen ein Erleben und Lernen mit allen Sinnen – mit Kopf, Herz und Hand – zu ermöglichen.

 

Vielfalt erfahren

Das Projekt lebt von der Vielfalt der Veranstaltungsorte, die angeboten werden. Verschiedene Hoftypen stehen zur Verfügung: von einem Kleinstbetrieb mit vier Hektar über Familienbetriebe mit dem Zehnfachen an Fläche bis hin zu Gemeinschaftsbetrieben von knapp 300 Hektar. Die einbezogenen Betriebe ermöglichen den Gruppen durch ihre unterschiedlichen spezifischen Ausrichtungen die Erarbeitung verschiedenster Themen wie z.B. Milchviehhaltung, Ferkelaufzucht, Gänsemast, eigene Kompostherstellung, Saatgutzucht und vieles mehr.

 

Die Kinder und Jugendlichen entdecken dabei die verschiedenen Bereiche eines Hofes: Sie beobachten und füttern die Tiere; sie untersuchen Pflanzen und erfahren, wie sie riechen, wie sie wachsen, wie sie schmecken. Mit allen, die tiefer einsteigen möchten, werden theoretisch und praktisch einzelne Themen erarbeitet wie zum Beispiel:

Ökologischer Pflanzenbau (Getreide, Kartoffeln, Obst, Gemüse, Blumen)
artgerechte Tierhaltung
Berufsbilder in der Landwirtschaft
Nachhaltige Ernährung
Besonderheiten der wertschonenden Verarbeitung
Handel mit Bio-Lebensmitteln

 

Gut vorbereitet

Auf Nachfrage stellen die Projektmitarbeiter alterspezifische Unterrichtsmaterialien zur Verfügung, mit denen in den Schulen und Kindergärten der Besuch auf den Höfen vor- und nachbereitet werden kann. Aktionskisten z.B. zu den Themen „Getreide“ oder „Hühner und Eier“ können für eine praxisnahe Unterrichtsgestaltung ausgeliehen werden. Neben den Veranstaltungen mit Schulklassen und Kindertagesstätten bietet das Projekt „Schule und Landwirtschaft“ Fortbildungen für Lehrer/innen und Erzieher/innen an, bei denen diese konkret pädagogische Anregungen zur Einbeziehung der außerschulischen Lernorte in den Unterricht erhalten. Dadurch sollen die Themen „Ökologische Landwirtschaft“ und „Artgerechte Tierhaltung“ fest in den Lehrplan von Kindertagesstätten und Schulen verankert werden.

 

 

2. Gründe für die Juryentscheidung

 

Vorbildliche altersgerechte Heranführung von Schulklassen einer Metropolregion an die ökologische Landwirtschaft und ihre Produkte: vom Acker über den Stall bis zur Ladentheke.
Keine „standardisierten Führungen“, sondern auf den jeweiligen Hof(typ) und die Interessen und das Vorwissen der Gruppen abgestimmte Bildungs- und Erfahrungsangebote. Kontakt zu den Tieren und Mitmachen beim Füttern und bei der Stallarbeit sind möglich.
Zentrale Rolle der artgerechten und ökologischen Tierhaltung bei der Bildungsarbeit.
Zusammenstellung unterstützender Unterrichtsmaterialien, die den Lehrkräften für die Vor- und Nachbereitung zur Verfügung gestellt werden.
Kooperation mit verschiedenen Bio-Bauernhöfen, die unterschiedliche Hoftypen und „Realitäten“ in der Landwirtschaft umfassen: vom Kleinstbetrieb über den Familienbetrieb bis hin zu großen Gemeinschaftsbetrieben.

 

 

3. Zahlen – Daten – Fakten

 

Preisträger

Ökomarkt e.V. – Schule und Landwirtschaft

 

Aktivitäten

Beginn der pädagogischen Aktivitäten: 1996.

Im Jahr 2008: 340 Veranstaltungen mit 6.720 Teilnehmenden.

Kooperation mit 9 Biobetrieben und diversen ökologischen Verarbeitungs- und Vermarktungsbetrieben in Hamburg.

Für Kinder ab 4 Jahren und Jugendliche im schulischen und außerschulischen Bereich.

Angebot von Unterrichtsmaterialien/Aktionskisten zu den Themen „Hühner/Eier“ (für die 1.-6. Klasse), „Getreide“ (2.-6. Klasse) und „Nachhaltige Ernährung“ (7.-11. Klasse).

Teilnahmegebühr: 2,50 Euro pro Kind.

 

 

4. Kontakt

Ökomarkt e.V. – Schule und Landwirtschaft

Tanja Neubüser / Martin Grunert

Osterstr. 58

20259 Hamburg

Telefon: 040 / 432 70 600

Telefax: 040 / 432 70 602

E-Mail: schule-und-landwirtschaft@oekomarkt-hamburg.de

Internet: www.oekomarkt-hamburg.de

 

 

5. Bilder / Pressebilder

 

Im folgenden finden Sie eine Auswahl von Bildern, mit denen wir Ihnen einen visuellen Eindruck von der Arbeit im Rahmen des Projekts „Schule und Landwirtschaft“ des Ökomarkts e.V. geben wollen.

 

Sämtliche Bilder können für Pressezwecke verwendet werden. Falls Sie die Bilder als Datei in druckfähiger Auflösung benötigen, so können Sie diese hier in gleicher Reihenfolge wie unten abgebildet downloaden. Als Quelle/Copyright geben Sie bitte „Ökomarkt e.V.“ an. Der Abdruck ist kostenfrei – über ein Belegexemplar würden wir uns freuen.

 









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