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Interviews mit den Preisträgern

1. Preisträger: Demeter-Hof Schmid

 

Fragen an die Betriebsleiter Manfred und Bettina Schmid

 

1. Wie werden Sie auf Ihrem Betrieb der Verantwortung gegenüber den Tieren gerecht? Und in welchen Bereichen gehen Sie dabei neue, innovative Wege?

 

Artgerechte Tierhaltung beginnt auf unserem Betrieb bereits mit der Zucht, so zum Beispiel in der Geflügelhaltung mit der eigenen Aufzucht von Eintagsküken. Dadurch können sich die Tiere bereits in den ersten Tagen ihres Lebens auf die spezifische Situation auf unserem Betrieb einstellen. Zudem ersparen wir den Tieren die sonst üblichen Transporte zwischen Zucht- und Mastbetrieben.

 

Wir verwenden bei den Legehennen bewusst sog. „Zwei-Nutzungsrassen“, die zwar eine geringere Legeleistung aufweisen, dafür jedoch ruhiger und gesünder sind und weniger zum Federpicken neigen. Auch bei den Mastrassen setzen wir weniger auf „Turbo-Tiere“ als vielmehr auf langsam wachsende, dafür aber gesunde Tiere.

 

Die Legehennen auf unserem Hof leben in einem sog. Mehrklimazonenstall mit zweiseitigem Auslauf, aufgebaut und eingerichtet durch den Schweizer Fachberater Willy Baumann. Innen befindet sich ein Volierensystem, in dem die Vögel gemäß ihrem arteigenen Verhalten die dritte Dimension nutzen können: Verschiedene Etagen weisen Futter- und Tränkemöglichkeiten auf sowie Ruhe- und Schlafzonen. Die nötige Geborgenheit zur ungestörten Eiablage finden die Hennen in abgedunkelten Legenestern. Kotbänder ermöglichen auf leichte Art und Weise das Entmisten und vermindern unnötige Schadgasimmissionen für Mensch und Tier.

 

Die Tiere haben nach zwei Seiten Auslauf in einen Wintergarten mit großer Scharrfläche (Hackschnitzel) sowie einen Grünauslauf, den wir mit Bäumen und Sonnensegeln versehen haben, um dem natürlichen Deckungsbedürfnis der Tiere gerecht zu werden.

 

Auch bei den anderen Tieren auf unserem Hof versuchen wir möglichst tiergerechte Haltungsformen umzusetzen: sei es die Weidehaltung für unsere Mutterkuhherde oder Mobilställe auf Grünland für die Enten und Puten.

 

 

2. Wie werden Sie auf ihrem Betrieb der Verantwortung gegenüber der Umwelt gerecht?

 

Zum einen ist mit 0,8 Dungeinheiten pro Hektar die Viehhaltung auf unserem Betrieb an die eigene Fläche gebunden, so dass es zu keinem Überschuss an Kot und Gülle kommt. Durch die Einstreu in den Ställen fällt bei uns zudem vorwiegend Festmist an.

 

Darüber hinaus haben wir für unser Wohnhaus und die sieben Ferienwohnungen eine Hackschnitzel-Heizanlage in Betrieb, die mit Holz aus dem betriebseigenem Wald beschickt wird. Ferner haben wir vor, demnächst eine Fotovoltaik-Anlage mit 15 KW Leistung errichtet, die einen Teil unseres Energiebedarfs deckt. Tränke- und Brauchwasser stammen aus unserem eigenen Brunnen.

 

 

3. Wie werden Sie auf Ihrem Betrieb der Verantwortung gegenüber den VerbraucherInnen gerecht?

 

In unseren Augen ist gerade der ökologische Landbau aufgrund seiner vielfältigen gesellschaftlichen Leistungen eine besonders verbraucher- und bürgerfreundliche Form der Landwirtschaft. Darüber hinaus haben wir auf unserem Betrieb das Wohl des VerbraucherInnen in ganz verschiedenen Bereichen im Blick:

 

Produktsicherheit: Unser Hof unterliegt der freiwilligen Salmonellenkontrolle durch den Geflügelgesundheitsdienst Stuttgart.
Frische: Die maximale Lagerdauer für Eier beträgt 7 Tage; geschlachtet wird wöchentlich.
Hygiene: Die Ställe werden häufig entmistet, reichlich eingestreut und der Auslauf wird ständig gepflegt.
Transparenz: Auf unserem Betrieb besteht eine „gläserne Produktion“, das heißt Feriengäste, Besucher oder Kunden können den Betrieb jederzeit besichtigen und sich informieren.
Kontrolle: Unser Hof unterliegt drei Kontrollverfahren: nach der EG-Bio-Verordnung, nach den Richtlinien des Demeter-Verbandes und nach den Vorgaben der MEKA-Förderung des Landes Baden-Württemberg.
Wellness: Seit 2002 sind wir der erste anerkannte „Kneipp-Gesundheitshof“ in Baden-Württemberg.

 

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2. Preisträger: Neuland-Hof Duensing-Knop

 

Fragen an die Betriebsleiter Rolf und Ingrid Duensing-Knop

 

1. Wie werden Sie auf Ihrem Betrieb der Verantwortung gegenüber den Tieren gerecht? Und in welchen Bereichen gehen Sie dabei neue, innovative Wege?

 

Die Tiere auf unserem Betrieb werden nach den besonders strengen Richtlinien des Neuland-Verbandes gehalten. Das heißt, sie erhalten genügend Einstreu, haben Tageslicht im Stall, können sich frei bewegen, haben ständig Auslauf sowie Suhlen und Schattenplätze beim Weidegang. Für uns gehört zu einer artgerechten Tierhaltung aber auch die ständige Betreuung der Tiere durch die eigene Familie.

 

Das Futter für die Tiere stammt überwiegend von hofeigenen Flächen.

 

Wenn die Tiere geschlachtet werden müssen, werden sie von uns selbst und nicht von fremden Personen verladen und transportiert. Dadurch mindern wir den Stress für die Tiere. Das Verladen geschieht ohne Treibhilfen, das Transportfahrzeug ist eingestreut, so dass die Tiere eine Beschäftigung auf dem Transport haben. Die Fahrt selbst dauert nicht länger als zwei Stunden. Sowohl während des Transportes als auch auf dem Schlachthof bleiben die Tiere in ihnen sozialen Gruppen beisammen. Auch das verringert den Stress und die Angst der Tiere vor der für sie ungewohnten Umgebung.

 

 

2. Wie werden Sie auf ihrem Betrieb der Verantwortung gegenüber der Umwelt gerecht?

 

Die Fruchtfolge auf unserem Betrieb ist sehr vielfältig, was sich positiv auf die Bodenfruchtbarkeit auswirkt. Der anfallende Festmist wird im Pflanzenbau eingebracht. Auch im Ackerbau haben wir mit 1,3 Dungeinheiten pro Hektar eine ausgewogene Nährstoffbilanz.

 

 

3. Wie werden Sie auf Ihrem Betrieb der Verantwortung gegenüber den VerbraucherInnen gerecht?

 

Unser Betrieb wird regelmäßig durch den Neuland-Verband kontrolliert – sowohl was die Fütterung der Tiere angeht, als auch bezüglich der Haltung und des Gesundheitszustands. Wir verwenden in der Tierhaltung so gut wie keine Medikamente, typische Bestandsprobleme gibt es bei uns nicht. Tiermehl, Antibiotika im Futter oder gentechnisch veränderte Futtermittel werden auf unserem Hof nicht eingesetzt. Durch all diese Maßnahmen versuchen wir, den Ansprüchen der Verbraucher an hochwertige und gesunde Lebensmittel gerecht zu werden.

 

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2. Preisträger: Mayer’sches Gut

 

Fragen an die Betriebsleiter Heinrich und Christin Till

 

1. Wie werden Sie auf Ihrem Betrieb der Verantwortung gegenüber den Tieren gerecht? Und in welchen Bereichen gehen Sie dabei neue, innovative Wege?

 

In erster Linie geht es um die innere Einstellung gegenüber unseren Nutztieren. Die Tiere sind keine „Produktionseinheiten“, wie es den Landwirtschaftsschülern meist gelehrt wird. Sie sind unsere Mitgeschöpfe, denen wir ein möglichst zufriedenes Dasein ermöglichen sollen. Unsere Familie möchte hierzu einen Beitrag leisten. Was heißt das konkret? Ich beschränke mich im folgenden auf unsere Rinderhaltung:

 

Unseren Hinterwälder-Milchkühen und deren Nachzucht stellen wir weit mehr Platz zur Verfügung als es etwa von der EU-Bio-Verordnung gefordert wird. Die Liegeflächen bilden eine Festmistmatratze mit reichlich Stroheinstreu, die Laufflächen sind durchweg rutschfest (Gussasphalt) befestigt und ohne Spalten. Es gibt keine Sackgassen im Laufstall. Die Holz-Absperrung der Liegeboxen ist beweglich, das heißt sehr tierfreundlich; die Tiere können, falls erforderlich, darunter und seitlich flüchten. Es ist ein Brunnentrog mit ständig fließendem Quellwasser zum artgerechten Saufen eingebaut. Es gibt auch Scheuerbürsten, mechanisch und elektrisch. Ein Rundbogenfressgitter sorgt für wenig Hornverletzungen. Die Wände in unserem Stall sind so gestaltet, dass genügend Licht einfällt und reichlich Frischluft einströmt. Gemolken wir mit einer Happel-Anlage, die als besonders artgerecht empfohlen wird, da sie den Saugakt der Kälber optimal simuliert.

 

Als besonders innovativ würde ich unsere Kälberhaltung und -aufzucht bezeichnen – ein Manko bei vielen, auch ökologisch wirtschaftenden Höfen. Seit einem Jahr werden die Milchkühe bei uns nur noch einmal am Tag gemolken, die Abendmelkzeit stellen wir den Kälbern zur Verfügung. Zudem wurde eine Abkalbebox und eine geräumige Kälberbucht eingebaut, die den Kühen Kontakt zu ihren Kälbern ermöglicht.

 

Aus zwei Gründen haben wir uns für dieses Verfahren entschieden. Zum einen hatte ich als Demeter-Bauer kein gutes Gefühl, wenn ich die Kälber gleich nach der Geburt in eine Kälberbox, getrennt von ihrer Mutter, einsperren musste. Zum anderen wollten wir neue Wege finden, um die Arbeit auf dem Hof und im Stall ohne teure zusätzliche Arbeitskräfte noch schaffen zu können. Wir melken jetzt nur noch rund die Hälfte der früheren Milchmenge, als wir noch zweimal am Tag gemolken haben. Durch unsere hofeigene Käseproduktion und durch eine geringfügige Aufstockung des Tierbestandes versuchen wir, dennoch eine möglichst hohe Wertschöpfung bei der Milch zu erreichen.

 

Durch die freiwerdende Zeit am Abend, da nicht mehr gemolken wird, bekommt die Tagesarbeit, die Stallarbeit morgens und das Familienleben für uns eine neue Qualität und macht wieder mehr Freude. Vielleicht gäbe es weniger Bauern, die aufhören, wenn diese Betriebslösung „zwischen Extensivierung und Intensivierung“ bekannt gemacht würde. Sie stellt eine Möglichkeit dar, auch als Landwirt ein „normales“ Leben führen zu können, ohne immer noch mehr mechanisieren zu müssen. Aber nicht nur für uns, auch für unsere Tiere bildet diese Änderung eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensbedingungen.

 

Wir züchten die im Schwarzwald beheimatete Hinterwälderrasse. Diese kleine, anspruchslose, besonders widerstandsfähige und langlebige Rinderrasse ist vom Aussterben bedroht. Aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht ist die Rasse, die mit ca. 3.000 kg Milch etwa nur die Hälfte der auch im Ökobereich üblichen Jahresleistung an Milch liefert, völlig unrentabel. Allein dadurch, dass wir diese Rasse züchten, tragen wir wesentlich zur Erhaltung der Vielfalt bei den Tierrassen bei. Die Hinterwälder sind zudem Teil des hiesigen Kulturgutes, da sie über Jahrhunderte ins Landschaftsbild des südlichen Hochschwarzwaldes gleichsam hineingewachsen sind. Als bodenständige Rasse fühlen sich die Tiere wohler, bleiben gesünder und haben weniger Probleme mit dem Bergklima und der starken Hangneigung bei uns. Zu erwähnen ist noch, dass wir einen eigenen Deckbullen in der Herde mitlaufen lassen und fast ausschließlich die eigene Nachzucht verwenden. Künstliche Besamung oder Tierzukauf werden auf unserem Betrieb nicht praktiziert.

 

Durch die dem Standort angepasste Rinderrasse gibt es wenig Probleme mit der Tiergesundheit. Bei wiederkäuergerechter, nicht auf Hochleistung ausgerichteter Fütterung sind die Hinterwälder sehr langlebig, robust und fruchtbar. Unsere drei ältesten Kühe sind 16 und 17 Jahre alt!

 

 

2. Wie werden Sie auf ihrem Betrieb der Verantwortung gegenüber der Umwelt gerecht?

 

Durch die bio-dynamische und extensive Bewirtschaftung setzen wir keine Herbizide oder synthetischen Düngemittel ein. Die Melkanlage wird auf Essigbasis gereinigt. Da wir unsere Tiere nur homöopathisch behandeln, entstehen auch keine Rückstände von antibiotischen Medikamenten via Gülle im Grundwasser. Das Brauchwasser in der Käserei wird durch eine Solaranlage oder durch einen modernen Heizkessel mit geringem CO2-Ausstoss erwärmt. Beim Pflügen des Kartoffelackers sowie beim Häufeln und Striegeln arbeiten wir mit Pferden.

 

 

3. Wie werden Sie auf Ihrem Betrieb der Verantwortung gegenüber den VerbraucherInnen gerecht?

 

Unseren meist sehr umweltbewussten Kunden versuche ich dadurch gerecht zu werden, indem ich einen möglichst geschlossenen Betriebskreislauf praktiziere und den Betrieb der EU- und Demeter-Biokontrolle unterziehe. Dadurch vermeide ich das Risiko ungesunder und mit Rückständen belasteter Produkte. Außerdem wirtschafte ich nachhaltig und umweltbewußt. Zum Beispiel bei der Käseherstellung wird nur Kälbermagenlab verwendet.

 

Alle 2-3 Jahre veranstalten wir einen Tag der offenen Tür mit Hoffest und Vortrag für unsere Kunden und bieten die Möglichkeit, bei der Stallarbeit und Käseproduktion direkt dabei zu sein. Auch dies fördert die Bindung und den Kontakt zu unseren Kunden.

 

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2. Preisträger: Teichwirtschaft Grambek

 

Fragen an den Betriebsleiter Michael Bothstede

 

1. Wie werden Sie auf Ihrem Betrieb der Verantwortung gegenüber den Tieren gerecht? Und in welchen Bereichen gehen Sie dabei neue, innovative Wege?

 

Die Teichwirtschaft Grambek ist der einzige von Bioland zertifizierte Fischzuchtbetrieb in Deutschland. Die Bewirtschaftung wird von uns gemäß den Bioland-Richtlinien für Teichwirtschaft ausgeführt. Das „Neue“ an unserem Projekt ist die Kombination der alten traditionellen, bis ins 15. Jahrhundert zurückreichenden Prinzipien der Teichbewirtschaftung mit heutigem Standard. Die Kombination aus altbewährten Wirtschaftsmethoden, aktuellem Fachwissen und über zwanzigjähriger Berufserfahrung ermöglicht eine ökologische Teichwirtschaft.

 

Die Fische werden bei uns in Polykultur mit geringen Besatzdichten in naturnah gestalteten Teichen gehalten. Unterschiedliche Wassertiefen, Uferbewuchs und Wasserpflanzen bieten den Fischen natürliche Deckung und Futtermöglichkeiten. Der abwechslungsreiche Lebensraum ermöglicht es den Tieren, ihren jeweiligen Aufenthaltsort der Witterung angepasst selbst zu wählen. Wetterbedingte Streßsituationen sind dadurch minimiert, das Wohlbefinden der Fische wird gefördert.

 

Die Besatzdichte der Fische ist dem natürlichen Futterangebot der Tiere angepasst: rund 80 Prozent des Gesamtzuwachses der Fische resultiert aus der Naturnahrung aus den Teichen. Die teicheigene Produktion von Fischnährtieren wird durch entsprechende Pflegemaßnahmen von uns gefördert. Dazu werden die Teiche regelmäßig trockengelegt und die Böden bearbeitet. Die geringe Zufütterung von Ausputzgetreide aus dem ökologischen Landbau optimiert die Abwachsleistung der Fische.

 

Die betriebseigene Laichfischhaltung besteht aus 40 Milchnern und Rognern. Diese stattliche Anzahl an Zuchtfischen ist notwendig, um zur Laichzeit im Frühsommer genügend Zuchttiere mit optimal ausgebildetem Laichansatz auswählen zu können. Das Ablaichen findet unter natürlichen Bedingungen in kleinen grasbewachsenen Teichen ohne den Einsatz von Hypophysen oder sonstigen künstlichen Mitteln und Maßnahmen statt. Grundvoraussetzung für das erfolgreiche Ablaichen sind Wärme, Ruhe und gut entwickelte Fische.

 

Die in der Fischhaltung allgemein am häufigsten auftretenden Krankheiten sind in der Regel Sekundärerscheinungen falscher Haltungsbedingungen (Umweltfaktoren, Stress, seuchenbiologisches Gleichgewicht). Die in unserem Betrieb praktizierte ökologische Wirtschaftsweise reduziert die Gefährdung durch Krankheiten auf ein Minimum. Durch entsprechende Teichhygiene und die geringen Besatzdichten können wir wirksam ein massives Auftreten von Parasiten verhindern.

 

Das einzige schwerwiegende Problem in der Frage der Tiergesundheit ist in der Teichwirtschaft der Kormoran. Jagende Kormorane bewirken in den Fischschwärmen extreme Streßsituationen. Die Fische reagieren mit panischen Fluchtversuchen, die Futteraufnahme wird eingestellt, erhebliche Wachstumsdepressionen und Ertragsausfall sind die Folgen.

 

Die von den Kormoranen zugeführten Verletzungen überleben viele Fische nicht. Mit erheblichem Zeit- und Kapitalaufwand für bauliche Schutzmaßnahmen versuchen wir, die Schäden zu verringern und so die Fische zu schützen. Trotz aller Maßnahmen betragen die Verluste durch Kormorane jährlich 30 bis 50 Prozent der eingesetzten Fische!

 

 

2. Wie werden Sie auf ihrem Betrieb der Verantwortung gegenüber der Umwelt gerecht?

 

In der Teichwirtschaft Grambek werden die Grundsätze des ökologischen Landbaus konsequent umgesetzt. Durch die naturnahe Teichlandschaft und die seit Jahren praktizierende schonende Bewirtschaftung der Wasserflächen ist eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt entstanden:

 

Die artenreichste Amphibienpopulation in ganz Schleswig-Holstein befindet sich an den Grambeker Fischteichen.
Viele seltene Pflanzen- und Insektenarten (z.B. Fadenbinse, Sumpfschwertlilie, Sumpfdotterblume, diverse Libellen und Falter) kommen an den Teichen vor.

>typolist>Rothals- und Zwergtaucher, Rohrweihe, Eisvogel und Kranich brüten an unseren Teichen. Fischreiher, See- und Fischadler sind ständige Gäste, Rohrdommeln überwintern in den ausgedehnten Schilfbeständen.

 

Nach unserer Auffassung trägt auch die Vielfältigkeit der Flora und Fauna in und am Wasser zur artgerechten Haltung unserer Fische bei.

 

 

3. Wie werden Sie auf Ihrem Betrieb der Verantwortung gegenüber den VerbraucherInnen gerecht?

 

Das Prinzip der „gläsernen Produktion“ wird in unserem Betrieb seit Jahren erfolgreich angewendet. Der Verbraucher hat jederzeit die Möglichkeit die Teichanlage zu betreten und sich umzuschauen. Besonders bei schönen Wetter sind viele Spaziergänger in unserer Anlage unterwegs, dann werden wir häufig während unserer Arbeit angesprochen und erläutern die Vorgänge und Zusammenhände der Fischzucht.

 

Die Hälter- und Verkaufsanlage ist kundenfreundlich offen gestaltet. Dem Kunden wird ein ursprüngliches Einkaufserlebnis geboten, da er sich seinen Fisch selber aussucht und die folgenden Arbeitsgänge (Schlachten, Waschen, Zerlegen ) direkt beobachten kann.

 

Diese Offenheit schafft Vertrauen und gibt dem Verbraucher die Gewissheit, ein „ehrliches“ Produkt zu erstehen. Wir halten die Direktvermarktung für eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, die wir nur erfüllen können, wenn wir dem Verbraucher beste Qualität mit optimalem Service anbieten.

 

 

 

 

 

 

 

 


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